Geschichte

Geschichte Gebäude

Erste schriftliche Zeugnisse über das Haus in dem wir Sie soeben begrüssen durften stammen aus dem Jahre 1359. Imposantes Zeugnis über das Alter des Hauses geben neben den schriftlichen Nachrichten auch die gut erhaltenen gotischen Kellergewölbe ab. Ursprünglich waren dies nicht nur ein, sondern insgesamt vier kleinere Häuser, welche etwa zur gleichen Zeit an einer der Altstädter Hauptstrassen errichtet wurden, welche die zwei Prager Burgstätten (die Prager Burgen Hradschin und Vyšehrad) in Höhe der Furt im heutigen Stadtviertel Klárov verbanden. Im 14. Jahrhundert wohnten in der Umgebung der heutigen Karlstrasse geschickte und reich Handwerker, welche ihr den damaligen Namen „Goldschmiedgasse“ gaben. Die heutige Husova tr. nannte man nach dem unweit der Kirche der Hl. Jiljí siedelnden Mönchsorden die „Dominikanergasse“. Einige der Häuser wurden bereits im 14. Jahrhundert zusammengeschlossen..

Sie wurden nach ihren – leider nicht erhalten – Haussymbolen „Haus zum goldenen Apfel“ und „Haus zum Schlüssel“ genannt. Die endgültige baulich Verbindung wurde am Ende des 18. Jahrhunderts vollzogen, wobei das Haus sein heutiges Aussehen bekam.

Appartements PuskinWie schon erwähnt, werden die historischen Wurzeln der hiesigen Häuser in die Zeit um die Mitte des 14. Jahrhunderts datiert. Es war die Zeit, in der Prag eine ihrer Entwicklungsblüten erlebte. Denn der spätere römische Kaiser, Karl IV., der auf dem böhmischen Thron seinen Vater, Johann von Böhmen, ersetzte, kümmerte sich um seine Residenzstadt wirklich vorbildlich. Er liess den Bau der St. Veits Kathedrale weiterführen und ebenfalls die durch Hochwasser abgerissene Judithbrücke durch eine neue, steinerne Brücke, die heutige Karlsbrücke mit dem monumentalen Altstädter Wachturm, ersetzen. Dieser Turm gehört übrigens zu den schönsten mittelalterlichen Bauten dieser Art in Europa. Er gründete die Prager Neustadt und im Jahre 1348 die Universität, die erste europäische Universität nördlich der alpen. Das Bistum von Prag wurde unter ihm zum Erzbistum erhöht. Und dieser mächtige herrscher passierte damals sicherlich sehr häufig auch das „Haus zum goldenen Apfel“ und das „Haus zum Schlüssel“ – denn sein Sitz, die Prager Burg, war zu Beginn seiner Herrschaft so stark beschädigt worden, dass der Kaiser zeitweilig in der Prager Altstadt sein Quartier nehmen musste. Wir wissen zwar nicht, wo er genau wohnte, es war aber mit Sicherheit in der Nähe des Altstädter Rings.